Stuttgart, 30. November 2011 | Nach den Parteitagsbeschlüssen von Grünen und CDU erneuert der Landesbezirksvorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Landesbezirk Südwest Uwe Hildebrandt die Forderung der Gewerkschaft NGG nach einem branchenübergreifenden flächendeckenden Mindestlohn in Höhe von mindestens 8,50 Euro.
„Es ist erfreulich, dass die Grünen bei ihrem Parteitag am Wochenende die Forderung nach einem Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro aufgenommen haben.“ so Hildebrandt. Bisher hatte sich die Partei zwar für einen gesetzlichen Mindestlohn ausgesprochen, jedoch nicht in besagter Höhe. Der Südwest-Chef der NGG begrüßt den Beschluss des Parteitags und betont, dass jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer von ihrem bzw. seinem Lohn oder Gehalt ordentlich leben können muss.
Den kürzlichen Parteitagsbeschluss der CDU zu den sogenannten Lohnuntergrenzen hält der Gewerkschafter allerdings für eine große Mogelpackung. Es sei zwar positiv, dass sich die CDU zumindest etwas bewegt habe. Dies reiche aber bei Weitem nicht aus. Hildebrandt hält es für völlig realitätsfern zu glauben, dass eine Kommission der Tarifpartner, in Branchen, in denen sich die Arbeitgeber bisher bereits Tarifverträgen verweigerten, eine Einigung über eine „Lohnuntergrenze“ erzielen könne. „Machen wir uns nichts vor, unter dieser Voraussetzung wird es auf absehbare Zeit keine Ergebnisse geben.“
Hildebrandt fordert daher: „Wir brauchen einen ehrlichen Mindestlohn und keine Mogelpackung!“ Die Politik sei gefordert, endlich einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einzuführen. „Arm trotz Arbeit darf es in Deutschland nicht länger geben!“ so Hildebrandt.