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Stärkung von Mehrwegverpackungen gefordert

Uwe Hildebrandt: „Mehrwegverpackungen sind ökologisch sinnvoll und sichern Arbeitsplätze!“

Stuttgart, 19. Oktober 2011 | Der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Landesbezirk Südwest, Uwe Hildebrandt fordert eine Stärkung der umweltfreundlichen Mehrwegsysteme. „Mehrwegverpackungen sind ökologisch sinnvoll und sichern Arbeitsplätze!“ so Hildebrandt.

Das Umweltbundesamt hat Ende Juni 2011 eine Studie zum aktuellen Trend bei Getränkeverpackungen veröffentlicht. Nach dieser Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung im Auftrag des Bundesumweltministeriums sind die Anteile an ökologisch vorteilhaften Getränkeverpackungen insbesondere Mehrwegverpackungen erneut dramatisch gesunken. Mit 51,8 % (2009) wurde die Zielmarke der Verpackungsverordnung, die bei 80 % liegt, ein weiteres Mal deutlich verfehlt. Seit 2004 ist der Anteil der Einweg-Kunststoffflaschen gravierend angestiegen. Nachdem er 2004 noch bei 25,5 % lag, lag der Anteil 2009 bereits bei 46,3 % mit steigendem Trend.

Uwe Hildebrandt erneuert anlässlich dieser Zahlen die Forderungen der NGG nach einer Abgabe auf Einwegverpackungen sowie einer verbraucher-orientierten Kennzeichnung von Einweg- und Mehrwegflaschen. Zur Stärkung der Mehrwegssysteme sei die Entwicklung von ökonomischen Anreizsystemen unerlässlich. Da das Pflichtpfand auf Einwegverpackungen nicht die gewünschte Lenkungswirkung erziele, setze sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten für die Einführung einer Abgabe ein. Nur so könne im Bereich Mineralwasser und Erfrischungsgetränke eine Lenkungswirkung erzielt werden.

 
Anders als im Segment Bier, in welchem der Mehrweganteil bei erfreulichen 88,5 % liege, breche der Mehrweganteil bei Mineralwasser (43,5 %) und bei Erfrischungsgetränken (30,4 %) immer weiter ein. „Dieser negative Trend schadet sowohl der Umwelt, als auch den mittelständischen Betrieben im Land!“ so Uwe Hildebrandt. Ein höherer Anteil an Mehrweggebinden im Mineralwassersegment würde die Mineralbrunnenwirtschaft in Deutschland stärken und sei ein aktiver Beitrag zur Stärkung der Wirtschaft im ländlichen Raum, in dem der übergroße Teil der Unternehmen liege. Uwe Hildebrandt fordert die Bundesregierung daher auf, endlich aktiv zu werden. „Jede weitere Verzögerung kostet Arbeitsplätze!“
 
Ein weiteres Problem entstehe angesichts der Tatsache, dass die Betriebe in den vergangenen Jahren - durch den sinkenden Anteil der Mehrweg-Glasflaschen von 48,4 % auf 34,2 % - zu wenig Glas-Leergut gekauft haben. Seit 2007 hat sich der Anteil auf niedrigem Niveau bei 34 bis 35 % stabilisiert und im Jahr 2011 werden sogar steigende Zahlen aus der Branche gemeldet. „Durch den selbstverschuldeten Mangel an Leergut können die Betriebe nun aber kurzfristig nicht auf die Änderungen reagieren.“ so Hildebrandt.

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